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Der BGH zum Auffahrunfall auf Autobahnen

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Tags: VerkehrsrechtAutobahnAuffahrunfall

"Wenn's hinten knallt, gibt's vorne Geld", weiß der Volksmund und drückt damit das aus, was der Jurist als Anscheinsbeweis kennt. Wer dem Vordermann auffährt, gilt erstmal als unaufmerksam und muss gegebenfalls das Gegenteil dessen beweisen. Der Bundesgerichtshof hat am 30.11.2010 seine ständige Rechtsprechung bestätigt, dass diese Regel auch auf Autobahnen gilt. Allerdings sind Ausnahmen denkbar.

So hat der BGH den ihm vorliegenden Fall mit einer Haftungsquote von 50:50 ausgeurteilt. Es handelte sich nach Ansicht der Karlsruher Richter nämlich nicht um einen "typischen" Auffahrunfall. Vorausgegangen war nämlich ein Überholmanöver des späteren Vorderfahrzeuges. Dieser Umstand lässt allerdings die erforderliche Typizität entfallen, so dass beide Fahrzeugführer zu gleichen Teilen aus ihren Betriebsgefahren haften.

BGH, Urteil vom 30.11.2010, Az. VI ZR 15/10.




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